St. Marien Andreas
Standort
Rathenow
Fertigstellung
2026
Projektbeschreibung
LED-Sonderleuchten für die unter Denkmalschutz stehende St. Marien Andreas Kirche
Lichtplanung
Burkhard Wand Lichtplanung
Kategorie
Öffentliche Bauten / Denkmalschutz

Im Zuge der nach rund 70 Jahren erforderlichen Restaurierungsarbeiten entwickelte, fertigte und montierte EOS ein umfassendes Beleuchtungskonzept für den Innenraum der gotischen Stadtkirche. Im Mittelpunkt standen individuell gefertigte ringförmige LED-Pendelleuchten, die sich harmonisch in die historische Architektur der geräumigen Kirchenhalle einfügen und gleichzeitig modernste Lichttechnik integrieren.
Die markanten Leuchtenringe haben einen Durchmesser von rund 3 Metern und sind jeweils mit 16 energieeffizienten, direkt strahlenden LED-Leuchten ausgestattet. Für die sichtbaren Komponenten wurde ausschließlich reines Messing verwendet. Leuchtenkorpus, Baldachin und die Gehäuse der LED-Strahler erhielten eine fein strukturierte, mittels Wirbelschliff bearbeitete und anschließend brünierte Oberfläche. Die hochwertige Materialität greift den Charakter des historischen Kirchenraums auf und verleiht den Sonderleuchten eine zurückhaltende, zugleich markante Erscheinung.
Für eine flexible Anpassung der Lichtstimmung wurden die Leuchten mit Tunable-White-Technologie ausgestattet. Die Lichtfarbe lässt sich dadurch variabel an unterschiedliche Nutzungssituationen und Stimmungen anpassen – von einem warmen, atmosphärischen Licht für Gottesdienste und besondere Veranstaltungen bis hin zu neutraleren Lichtstimmungen für andere Nutzungen.
Neben dem direkten Licht sorgen zusätzlich in den Leuchtenring integrierte, zur Decke gerichtete LED-Strips für eine indirekte Beleuchtung. Die Lichtquellen sind dabei bewusst nicht sichtbar und erzeugen eine gleichmäßige Aufhellung der Decke. So entsteht eine ausgewogene Kombination aus direkter und indirekter Beleuchtung, die die räumliche Wirkung der Kirchenhalle unterstützt.
Auch die übrige Beleuchtung wurde konsequent auf das Gesamtkonzept abgestimmt. Speziell gefertigte Messingrohre, in die Stromschienen integriert wurden, greifen die Formensprache und Materialität der Leuchten auf und führen diese als gestalterisches Element durch den Raum. Dadurch konnten technische Komponenten funktional integriert und gleichzeitig harmonisch in die historische Architektur eingebunden werden.

Ergänzt wird das Beleuchtungskonzept durch weitere Pendelleuchten aus Messing. Die individuell gefertigten Leuchten verfügen über eine Lichtleistung von rund 8.000 lm und erzeugen sowohl direktes als auch indirektes Licht. Durch die Kombination aus Up- und Downlight tragen auch sie zu einer ausgewogenen und atmosphärischen Ausleuchtung des Kirchenraums bei.
Alle Leuchten sind zudem in ein Notlichtsystem eingebunden und erfüllen damit neben den gestalterischen und lichttechnischen Anforderungen auch die notwendigen sicherheitstechnischen Funktionen.
Das Ergebnis verbindet denkmalgerechte Gestaltung, hochwertige Materialien und individuelle Sonderfertigung mit modernster LED-Technologie. Die historischen Qualitäten des Kirchenraums bleiben dabei erhalten, während eine flexible, energieeffiziente und zukunftsfähige Beleuchtung geschaffen wurde.
